Warum musste Jens Bleck sterben?

by Jessica

Jens Bleck, ein 28-jähriger junger Mann aus Norddeutschland, traf am Abend des 8. November 2013 mit Freunden in einer Discothek ein, nicht ahnend, dass dies sein letzter Abend sein würde. Was als fröhlicher Ausgang unter Freunden begann, endete tragisch mit Jens’ Tod. Während die Behörden zunächst von einem Suizid ausgingen, waren Jens’ Eltern fest davon überzeugt, dass ihr Sohn Opfer eines Verbrechens geworden war.

Ihre Zweifel an der offiziellen Todesursache und ihr unermüdlicher Kampf um Aufklärung führten schließlich zu einer erneuten Untersuchung des Falles, die bis heute Fragen aufwirft und Rätsel birgt.

Wer war Jens Bleck?

Jens Bleck, damals gerade 19 Jahre alt, war ein junger Mann voller Träume und Ambitionen. Er lebte in Bad Godesberg, einem Stadtteil von Bonn, und studierte Jura an der Universität Köln. Mit seiner aufgeschlossenen und lebensfrohen Art zog er Menschen an und galt als äußerst beliebt unter seinen Freunden und Kommilitonen.

Seine Eltern, beide in einem Bonner Ministerium tätig, waren stolz auf die akademischen Leistungen und die Zielstrebigkeit ihres Sohnes. Jens’ Traum war es, im diplomatischen Dienst zu arbeiten, ein Vorhaben, das er mit großer Leidenschaft verfolgte. Diese Leidenschaft und sein akademischer Eifer führten dazu, dass er als einer von nur 30 Studierenden für den prestigeträchtigen Studiengang im Deutsch-Französischen Recht ausgewählt wurde. Ein besonderes Highlight für Jens war die bevorstehende Möglichkeit, in Paris zu studieren. In freudiger Erwartung und mitten in den Vorbereitungen für diesen neuen Lebensabschnitt, konnte niemand ahnen, dass sein Leben eine tragische Wendung nehmen würde.

Jens Bleck

Jens Bleck

Was ist passiert?

Am 8. November 2013 begann für Jens Bleck, einen lebenslustigen 19-Jährigen, ein Abend, der sein Leben dramatisch verändern sollte. Er wurde von seinen Eltern gegen 20 Uhr zu einer Geburtstagsfeier eines alten Schulfreundes in Mehlem, einem Teil von Bad Godesberg, gebracht. Dort trafen sich Jens und der Gastgeber mit weiteren acht Freunden aus der Abiturzeit, um gemeinsam zu feiern.

Im Laufe des Abends beschloss die Gruppe, die Feierlichkeiten in die Disco „Rheinsubstanz“ in Bad Honnef zu verlegen. Sie machten sich auf den Weg und erreichten gegen 23.49 Uhr ihr Ziel nach einer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das Ende des Abends nahm jedoch eine unerwartete Wendung. Als um 1.53 Uhr die letzte Bahn in Richtung Bonn abfuhr, war Jens nicht unter den Passagieren. Zur gleichen Zeit erhielt seine Mutter zu Hause einen Anruf von Jens’ Handy. Erwartungsvoll nahm sie ab, in der Hoffnung, ihren Sohn am anderen Ende der Leitung zu hören. Stattdessen vernahm sie eine laute, keifende Frauenstimme, unterbrochen von Jens’ und einer männlichen Stimme. Trotz ihrer wiederholten Rufe und der Bitte um Antwort, blieb Jens stumm. Ein beunruhigendes Gespräch, das Fragen aufwarf und letztendlich keine Antworten lieferte.

In den frühen Morgenstunden des 9. November 2013, um 2.03 Uhr, erreichte Jens Blecks Mutter ein zweiter Anruf von seinem Handy. Diesmal war Jens am anderen Ende der Leitung und sagte: „Hallo, hier ist Jens Bleck und ich stehe vor der Tür der Rheinsubstanz.“ Seine Mutter, verwirrt und besorgt, antwortete: „Jens? Was ist los?“, woraufhin Jens lediglich erwiderte: „Ach so, entschuldigen Sie bitte.“ Als seine Mutter daraufhin sagte: „Jens, ich bin es doch, deine Mutter. Wo bist du?“, antwortete er nur knapp: „In Bad Honnef“, bevor das Gespräch plötzlich abbrach.

Jens’ Eltern versuchten daraufhin mehrmals erfolglos, ihn telefonisch zu erreichen. Sein Vater schickte ihm eine SMS mit der Bitte, sich zu melden, doch die Nachricht wurde nicht zugestellt – eine Tatsache, die sein Vater erkannte, da kein Zustellbericht einging.

Obwohl die Sorge der Eltern wuchs, versuchten sie sich zu beruhigen, indem sie darauf vertrauten, dass Jens’ Stimme im Gespräch klar und ruhig klang. Sie nahmen an, dass er vielleicht wieder in die Disco gegangen war und dort keinen Handyempfang hatte. Zudem war er ja mit Freunden unterwegs, was sollte ihm also schon passieren? Doch diese Annahmen sollten sich bald als trügerisch erweisen.

In den frühen Morgenstunden des 9. November 2013 erlebten Jens Blecks Eltern eine erschütternde Wendung, die sie bis heute nicht vergessen haben. Um 5.30 Uhr wurden sie durch das Klingeln an ihrer Haustür aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür stand ein Polizist, der nach Jens fragte. Als sie verneinten, dass er zu Hause sei, brachte der Beamte eine schockierende Nachricht: Aufgrund des Fundes von Jens’ Portemonnaie am Ufer des Rheins gingen die Ermittler davon aus, dass Jens ertrunken sei. Der Polizist erklärte, dass die Umstände auf einen Suizid hindeuten könnten.

Diese Nachricht traf Jens’ Eltern wie ein Schlag. Sie konnten und wollten nicht glauben, dass ihr Sohn Selbstmord begangen hatte. Die vorangegangenen Anrufe und das ungeklärte Verschwinden von Jens ließen viele Fragen offen. In den folgenden Stunden und Tagen sollten sie jedoch erfahren, was Jens in seinen letzten Stunden tatsächlich widerfahren war – eine Abfolge von Ereignissen, die für seine Eltern bis heute schwer zu ertragen sind.

In der aufwühlenden Nacht, als die Nachricht über das vermeintliche Ertrinken ihres Sohnes Jens Bleck bei ihnen eintraf, waren seine Eltern von Verwirrung und Trauer überwältigt. Etwa 25 Minuten nach dem Besuch des Polizisten erschienen einige von Jens’ Freunden bei der Familie. Sie waren sichtlich aufgewühlt und lieferten eine wichtige Information, die der Darstellung des Polizisten widersprach: Laut ihnen hatte Jens sein Portemonnaie einem Polizisten übergeben, der es in seine Uniformtasche gesteckt hatte. Dies wurde auch von anderen Zeugen bestätigt, was zusätzliche Fragen aufwarf.

Die Situation war für Jens’ Mutter zu viel, und sie erlitt einen Zusammenbruch. Inmitten dieser emotionalen Turbulenzen trafen Seelsorger ein, um der Familie in ihrer Verzweiflung beizustehen.

Mit Anbruch des Tages war eine Suchaktion geplant, um Jens zu finden. Sein Vater, entschlossen, bei der Suche dabei zu sein, machte sich sofort auf den Weg nach Bad Honnef, begleitet von einem Seelsorger. Jens’ Mutter blieb zu Hause, umsorgt von zwei weiteren Seelsorgern und den Freunden ihres Sohnes. In diesem Moment des Schocks und der Unsicherheit waren die Familie und Freunde von Jens zusammengekommen, um sich gegenseitig zu stützen und auf Antworten zu hoffen.

Rheinsubstanz

Rheinsubstanz

Die Ermittlungen

Als Jens’ Vater in Bad Honnef eintraf und mit den Polizeibeamten sprach, wurde ihm die Suizidtheorie vorgelegt: Jens soll von einer Steinbrücke in den Rhein gesprungen sein. Die Beamten bestätigten ihm auch die Aussage von Jens’ Freunden über das Portemonnaie. Doch als Jens’ Vater zufällig das Gespräch zweier Polizisten über ein Mädchen mitbekam, das in der Nacht vor der Disco notärztlich versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht wurde, begann er, an der Suizidtheorie zu zweifeln. Hinzu kam, dass einer von Jens’ Freunden sich an eine Stunde der Nacht nicht erinnern konnte, was den Verdacht auf den Einsatz von KO-Tropfen lenkte.

Diese Zweifel stießen jedoch bei den Ermittlern auf wenig Resonanz, die weiterhin an ihrer Suizidtheorie festhielten. Für Jens’ Familie und Freunde war es jedoch unvorstellbar, dass er sich selbst etwas angetan hätte. Die Ungewissheit und die scheinbar unzureichenden Ermittlungen belasteten die Familie zusätzlich. Als Jens’ Mutter einige Tage später nach dem Stand der Suche fragte, war die Antwort der Beamten ernüchternd: Sie solle froh sein, wenn Jens überhaupt gefunden würde, da manche direkt in die Nordsee rutschen würden. Diese Reaktion verstärkte nur das Gefühl von Hilflosigkeit und Frustration bei der Familie, die verzweifelt nach Antworten suchte.

Als die Polizei Jens’ Portemonnaie seiner Familie aushändigte, fehlten sowohl Bargeld als auch sein Personalausweis. Dies verstärkte das Rätsel um sein Verschwinden und seine letzten Stunden.

Am 24. November 2013 erhielten die Eltern von Jens die niederschmetternde Nachricht: Seine Leiche war im Rhein bei Stammheim, nördlich von Köln, entdeckt worden, rund 50 Kilometer flussaufwärts vom vermuteten Tatort. Bei sich hatte er vier Euro, seinen Ausweis und sein Handy.

In der Zeit danach unternahmen Jens’ Eltern eigene Recherchen, um mehr über die Umstände seines Verschwindens und Todes zu erfahren. Sie sprachen mit zahlreichen Zeugen und versuchten, sich ein Bild von den Ereignissen der Nacht zu machen. Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Überwachungskameras der Disco „Rheinsubstanz“. Durch sorgfältige Analyse der verschiedenen Kamerawinkel und -aufnahmen gelang es schließlich, den Ablauf der Nacht zu rekonstruieren. Diese Puzzlearbeit gab zumindest einige Antworten, auch wenn viele Fragen offenblieben und das Rätsel um Jens’ tragisches Schicksal weiterhin ungelöst war.

Die Rekonstruktion

Um 1:52 Uhr war Jens Bleck am Kassenbereich der Disco zu sehen, wo er telefonierte. Nur wenige Minuten später, um 1:54 Uhr, betritt er erneut den Kassenbereich. Er spricht mit der Mitarbeiterin an der Garderobe und fordert seinen Trenchcoat zurück. Jens ist sichtlich aufgebracht und verlangt, mit der Geschäftsführung zu sprechen, um sich zu beschweren. Wenig später erscheint die Schichtleiterin.

Um 1:59 Uhr kehrt die Schichtleiterin wieder in die Disco zurück. Jens unterhält sich derweil mit einem großen, unbekannten Mann und anschließend mit der Kassenmitarbeiterin. Auf den Überwachungsbildern sind sieben weitere Personen zu erkennen, die nicht zu Jens’ Freundeskreis gehören.

Um 2:02 Uhr eskaliert die Situation weiter. Die Schichtleiterin verweist Jens aus der Disco und erteilt ihm ein Hausverbot. Trotz Jens’ weiterer Versuche, das Gespräch aufrechtzuerhalten, schiebt sie ihn am Arm hinaus. Diese Szenen, festgehalten von den Überwachungskameras, zeigen einen deutlich aufgewühlten und verwirrten Jens in seinen letzten bekannten Momenten, bevor sein Schicksal eine tragische Wendung nimmt.

Um 2:03 Uhr, kurz nach dem Verlassen der Disco, nähert sich Jens einem Imbisswagen auf dem Vorplatz und verlässt dann das Bild in Richtung der nahegelegenen Haltestelle, wo sich auch Taxis befinden. Jens nähert sich einem Taxi und klopft an die Scheibe. Der Taxifahrer beschreibt später, wie gehetzt und panisch Jens wirkte. Jens teilt dem Fahrer mit, dass er Angst habe, da jemand hinter ihm her sei und ihn töten wolle. Er bittet den Taxifahrer, ihn nach Hause zu bringen. Da Jens nicht genügend Bargeld bei sich hat, bietet er an, an einem nahegelegenen Geldautomaten anzuhalten und Bargeld abzuheben, da er seine EC-Karte dabei hat. Der Taxifahrer lehnt jedoch ab, mit der Begründung, dass er in der Vergangenheit negative Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht habe und grundsätzlich nur gegen Vorkasse fahre. Er empfiehlt Jens, sich an die wenige Meter entfernt stehenden Polizeibeamten zu wenden.

Jens wendet sich an den in der Nähe stehenden Streifenwagen der Polizei. Die Beamten sind jedoch zu diesem Zeitpunkt mit der Aufnahme eines Autounfalls beschäftigt. Als Jens sich ihnen nähert, teilen sie ihm mit, dass sie beschäftigt sind und er aus dem Weg gehen solle.

Verwirrt und verunsichert kehrt Jens zu den Taxis zurück. Ein jüngerer Taxifahrer zeigt Mitleid und bietet an, Jens nach Hause zu fahren. Doch ein älterer Kollege mischt sich ein und verhindert die Fahrt. Daraufhin sucht Jens erneut die Nähe der Polizisten. In einem Moment der Verzweiflung holt er sein Portemonnaie heraus und gibt es einem der Beamten, der es in seine eigene Tasche steckt und Jens zur Seite schiebt.

Die Taxifahrer geben später zu Protokoll, dass Jens keinen betrunkenen Eindruck machte, was seine Verzweiflung und Angst umso rätselhafter macht.

Jens wird plötzlich von zwei Männern begleitet, die behaupten, sich um ihn kümmern zu wollen. Doch kurz darauf blutet Jens aus der Nase – ein Indiz, dass die Situation gefährlich für ihn wird.

In einem Moment der Panik beginnt er in Richtung Bahnhof zu rennen, ändert aber unerwartet seine Richtung und kehrt zur Disco zurück.

2.42 Uhr: Jens betritt erneut den Kassenbereich der Disco.

2.43 Uhr: Innen zeigen die Überwachungskameras, wie Jens auf den Treppen von der Schichtleiterin und zwei Türstehern aufgehalten und wieder nach draußen gebracht wird. Er leistet Widerstand und zeigt den verzweifelten Wunsch, in der Disco zu bleiben.

Ein Freund von Jens, der die Szene beobachtet, bemerkt später, dass er Jens in diesem Zustand mit einem starren und leeren Blick noch nie gesehen hat.

2.44 Uhr: Jens rennt über den Vorplatz der Disco auf die Straße und verschwindet aus dem Sichtfeld der Kamera.

2.46 Uhr: In der Nähe der Steinbrücke sind Schreie einer Frau zu hören. Die Polizei wird darauf aufmerksam und eilt zur Brücke. Auf dem Weg begegnen sie zwei Männern und einer Frau (einer Freundin des Mädchens, das zuvor ins Krankenhaus gebracht wurde). Sie informieren die Polizei, dass jemand im Wasser treibt und um Hilfe ruft. Die Beamten durchsuchen die Gegend, können aber in der Dunkelheit und wegen der starken Strömung nichts erkennen.

Jens H. Bleck

Jens H. Bleck

Unzufriedenheit mit den Ermittlungen

Die Ermittlungen zum Fall von Jens Bleck gestalteten sich als schwierig und verworren. Während die Staatsanwaltschaft Bonn behauptete, die Zuständigkeit läge bei der Staatsanwaltschaft Köln und dort seien die Ermittlungen bereits eingestellt, wies die Staatsanwaltschaft Köln dies zurück. Sie erklärte, dass sie für den Fall gar nicht zuständig seien und lediglich die Rechtsmedizin in Köln mit der Obduktion befasst war. Eine Akte zu den Ermittlungen existiere dort nicht. Die tatsächliche Zuständigkeit liege bei der Staatsanwaltschaft Bonn.

Diese widersprüchlichen Aussagen sorgten für Verwirrung und Frustration bei Jens‘ Eltern, die sich fragten, ob überhaupt ernsthaft ermittelt wird, wenn bereits Monate damit verbracht wurden, die Zuständigkeit zu klären.

Das Gutachten der Kölner Rechtsmedizin ergab keine Hinweise auf Fremdverschulden im Fall von Jens Bleck. Obwohl zunächst kein Verdacht auf Drogen oder KO-Tropfen bestand, zeigte die Untersuchung einen hohen Alkoholwert von 2,6 Promille im Blut von Jens. Aufgrund dieses Befundes rückten die Ermittler von der ursprünglichen Suizid-Theorie ab und vermuteten stattdessen, dass Jens betrunken in den Rhein gefallen sei.

Jens‘ Leichnam wurde jedoch erst 16 Tage nach seinem Verschwinden im Rhein gefunden. Es ist zu beachten, dass KO-Tropfen nur wenige Stunden im Körper nachweisbar sind. Zudem könnte der festgestellte Alkoholwert auch mit dem fortgeschrittenen Verwesungszustand in Verbindung stehen.

Die Ermittlungsbehörden kamen letztlich zu dem Schluss, dass kein Verbrechen vorlag. Dementsprechend wurden die Ermittlungen eingestellt, was bei Jens‘ Familie und seinen Freunden für Unverständnis und Zweifel an der Vorgehensweise der Behörden sorgte.

Wiederaufnahme der Ermittlungen

Die Eltern von Jens Bleck waren entschieden gegen die Annahme, dass ihr Sohn Suizid begangen oder durch einen Unfall ums Leben gekommen war. Trotz der Beharrlichkeit der Ermittler auf diese Theorien, setzten sich Jens‘ Eltern unermüdlich für eine weitergehende Untersuchung ein. Ihre Hartnäckigkeit führte schließlich 2016 zu einer Wiederaufnahme des Falles, begründet durch Fehler in den ursprünglichen Ermittlungen. Dennoch wurde das Verfahren 2019 letztendlich aufgrund fehlender Zeugenaussagen eingestellt.

Die mediale Aufmerksamkeit für den Fall Jens Bleck bewirkte, dass sich viele Disco-Besucher bei den Medien meldeten. Sie berichteten von Gewaltvorfällen durch Türsteher, Prostitution sowie von Machtkämpfen zwischen Rockergruppen in der betroffenen Disco. Die Disco selbst, die bereits 2015 geschlossen wurde, stand immer wieder im Zusammenhang mit negativen Vorfällen, darunter der Einsatz von KO-Tropfen und gewalttätigen Ausschreitungen.

Das Klageerzwingungsverfahren

Jens Blecks Eltern sammelten über die Jahre viele Indizien, die darauf hindeuteten, dass ihr Sohn nach einem Streit in den Rhein gestoßen worden sein könnte. Trotz der Nennung zweier Verdächtiger weigerte sich die Staatsanwaltschaft jedoch, ein Verfahren zu eröffnen. Die Eltern legten daraufhin Klage ein. Das Oberlandesgericht Köln urteilte jedoch, dass die vorliegenden Anhaltspunkte für die Einleitung eines Verfahrens nicht ausreichten, da die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung zu gering sei.

So bleibt der Tod von Jens Bleck offiziell als Unfall eingestuft, eine bittere Realität für seine Familie. Ein junger Mann, dessen Leben voller Möglichkeiten war, erhält nicht die Gerechtigkeit, die er verdient hätte. Und die verantwortlichen Personen scheinen ohne Konsequenzen ihr Leben fortzusetzen. Die Hoffnung der Familie liegt nun auf neuen Beweisen, die eine Anklage unumgänglich machen würden.

Die unaufgeklärte Tragödie von Jens Bleck: Gibt es Hoffnung auf Gerechtigkeit?

Ich frage mich, wie wir als Gemeinschaft solche tragischen und ungelösten Fälle wie den von Jens Bleck behandeln sollen. Es scheint, als ob seine Familie trotz all ihrer Anstrengungen und ihres Kampfes um Aufklärung immer noch im Dunkeln tappt. Sie stehen einer Justiz gegenüber, die keine abschließenden Antworten liefert.

Dieser Fall hinterlässt bei mir viele unbeantwortete Fragen: Wie gehst du mit solchen Tragödien um? Glaubst du, dass es noch Hoffnung auf Gerechtigkeit für Jens Bleck gibt? Ich bin neugierig auf deine Gedanken und Meinungen zu diesem komplexen und emotional belastenden Thema. Lass uns gemeinsam darüber diskutieren.

Quellen

  • https://www.bdzv.de/awards/theodor-wolff-preis/nominierte-texte/2015/wolfgang-kaes/nominierter-text?sword_list%5B0%5D=studien&no_cache=1
  • https://www.focus.de/regional/bonn/tod-des-studenten-jens-bleck-ueberraschende-wende-in-kriminalfall-eines-bonner-studenten_id_6109290.html
  • https://www.radiobonn.de/artikel/kein-verfahren-im-fall-jens-bleck-707432.html
  • https://www.kamelle.de/incoming/der-kampf-um-die-tueren_aid-44438073
  • https://www.welt.de/regionales/nrw/article159048017/Neue-Ermittlungen-um-mysterioesen-Tod-von-Jens-B.html
  • https://www.jura.cc/rechtstipps/keine-gerichtliche-entscheidung-im-todesfall-des-jurastudenten-jens-bleck/
  • https://www.wochenspiegellive.de/mayen/artikel/recherchieren-aufdecken-aufklaeren
  • https://www.rundschau-online.de/region/bonn/bonn-archiv/rueckblick-der-fall-jens-bleck-24963876?cb=1660982553010&
  • https://www.raschlosser.koeln/klageerzwingungsverfahren-im-todesfall-jens-bleck-gescheitert
  • https://www.news-on-tour.de/71767/ungluecksfall-19-jaehriger-stuerzt-in-den-rhein-und-wird-von-stroemung-mitgerissen-oeffentlichkeitsfahndung-nach-jens-henrik-bleck-polizei-bonn/
  • https://rp-online.de/nrw/panorama/polizei-sucht-vermissten-19-jaehrigen-mit-foto_aid-14635889
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/das-justizministerium-ist-die-letzte-hoffnung-im-fall-jens-bleck_aid-49886257
  • https://ga.de/bonn/bad-godesberg/jens-bleck-gedenkgottesdienst-in-bonn-fuer-verstorbenen-studenten_aid-47656433
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/forderungen-nach-weiteren-ermittlungen-im-fall-jens-bleck_aid-47567499
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/staatsanwaltschaft-bonn-stellt-ermittlungen-ein_aid-42728601
  • https://ga.de/bonn/bad-godesberg/neuer-zeuge-im-fall-jens-bleck_aid-39818929
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gottesdienst-im-gedenken-an-jens-bleck-in-bonn_aid-39874345
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/wie-laufen-die-ermittlungen-im-fall-jens-bleck_aid-39818921
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/trauerfeier-fuer-jens-bleck_aid-43586631
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/gedenkfeier-fuer-ungeklaerten-tod-von-jens-bleck_aid-43592137
  • https://ga.de/news/panorama/16000-euro-fuer-den-entscheidenden-tipp-im-fall-bleck_aid-39874339
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/zdf-berichtet-ueber-den-fall-jens-bleck_aid-43188001
  • https://ga.de/bonn/video-aus-der-tatnacht-laesst-sich-nicht-verbessern_aid-43117405
  • https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonner-buerger-stellen-hohe-belohnung-in-aussicht_aid-43114117
  • https://ga.de/news/politik/deutschland/neue-ermittlungen_aid-43074755

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1 comment

Löwe 5. September 2023 - 21:28

Die Eltern von Jens Bleck und natürlich Jens selbst tun mir unendlich leid bei diesen schlampigen Ermittlungen bzw gar keine Ermittlungen.
Seine Symptome erinnern an das Verhalten von Lars Mittank in Bulgarien und auch an das Verhalten von Adrian Lukas.
Aber im Fall von Jens ist es doch offensichtlich , dass ihm und anderen da Substanzen in irgendeiner Form untergeschoben wurden (zb Getränke), mMn.

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