Freitag, 30 September 2022

Was geschah mit Doris Mönninghoff?

Doris Mönninghoff verschwand am 24. November 1997 spurlos. Bis heute gibt es keinerlei Hinweise, was mit ihr passiert sein könnte…

 

Wer war Doris Mönninghoff?

 

Doris war im November 1997 31 Jahre alt. Sie hatte zwei Söhne, 1 und 9 Jahre alt. Sie war außerdem im zweiten Monat schwanger. Mit ihren Kindern sowie mit ihrem Lebensgefährt lebte sie in Wielen, das zum Landkreis Grafschaft Bentheim gehört und sich in der Nähe der holländischen Grenze befindet.

Doris war zuvor schon einmal verheiratet, jedoch verstarb ihr Mann leider sehr früh. Sie war 1,60 m groß, war schlank, hatte blau-graue Augen und rötlich-braune kurze Haare.

Ihre neuen Lebensgefährten lernte sie über eine Partnervermittlung kennen. Er war mit 28 Jahren etwas jünger als Doris. Die Beziehung der beiden war jedoch nicht sehr harmonisch. Doris‘ Lebensgefährte soll sie mehrfach misshandelt haben, weshalb sie im Mai und im November 1997 sogar mit ihren Kindern ein Frauenhaus aufsuchte. Da Doris in dieser Beziehung sehr unglücklich war, plante sie, ihren Lebensgefährten am 25. November 1997 endgültig zu verlassen. Bei diesem Vorhaben bekam sie auch Unterstützung durch ihren Bruder, der ihr bereits eine neue Wohnung besorgt hatte.

 

Was ist passiert?

 

Am 24. November 1997 machte Doris ihrem 9-jährigen Sohn morgens Frühstück, bevor er um 7.45 Uhr zur Schule aufbrach. Da ihr Lebensgefährte morgens erst von der Nachtschicht nach Hause kam, lag dieser noch schlafend im Gästezimmer. Doris‘ Sohn fuhr zunächst mit dem Fahrrad zum Bus und dann mit dem Bus zur Schule. Als er sich auf den Weg machte, sah er noch von weitem, wie ein Auto auf den Hof zu Hause fuhr. Er konnte aber weder das Kennzeichen noch einen Fahrer oder eine Fahrerin erkennen.

Der 14 Monate alte Sohn, der natürlich noch mit zu Hause war, begann gegen 10 Uhr plötzlich zu schreien. Von diesen Schreien wurde dann auch Doris‘ Lebensgefährte geweckt. Er suchte nach Doris, die aber nicht zu Hause war. Er fand lediglich einen Zettel auf dem Küchentisch, auf dem stand: „Ich weiß, du wirst es nicht verstehen, aber ich denke, du wirst mit den Kindern klarkommen, deshalb muss ich gehen. Bitte tu mir einen Gefallen und suche nicht nach mir. Doris“. Daneben lagen noch die Krankenkassenkarten der Kinder.

 

Die Ermittlungen

 

Doris‘ 9-jähriger Sohn sagte gegenüber der Polizei später aus, dass Doris am Morgen ihres Verschwindens irgendwie abwesend gewirkt habe.

Doris Mönninghoff ließ alles zu Hause zurück. Es gab weder Kontobewegungen noch irgendwelche anderen Lebenszeichen von ihr.

Während der Ermittlungen stieß die Kripo auf ein Telefonat, das am Morgen des Verschwindens um 9.37 Uhr geführt wurde. Es dauerte nur 23 Sekunden und ging in den Nachbarort Uelsen. Wer genau angerufen wurde, konnte aber nicht ermittelt werden. Die Polizei versuchte daher, über die Presse den Angerufenen ausfindig zu machen.

Drei Monate später meldete sich auch tatsächlich ein Ehepaar aus Uelsen. Sie sagten, dass sie am Morgen des 24. November 1997 einen merkwürdigen Anruf bekamen. Eine Frau war am Telefon und rief verzweifelt um Hilfe. Ob es tatsächlich Doris war, konnten sie aber nicht bestätigten. Sie kannten auch weder Doris noch ihren Lebensgefährten.

Natürlich wurde dieser auch von der Polizei überprüft. Es konnten aber keine Anhaltspunkte ermittelt werden, gemäß denen er tatsächlich etwas mit dem Verschwinden zu tun habe.

Auch die Handschrift auf dem von Doris hinterlassenen Zettel wurde von Experten untersucht. Dabei kam heraus, dass der kurze Text mit großer Wahrscheinlichkeit wirklich von Doris geschrieben wurde. Ihre Familie und Freunde halten es aber für ausgeschlossen, dass sie so kurz vor ihrem geplanten Auszug einfach ohne ihre Kinder freiwillig verschwinden würde. Und auch die Polizei hält ein Verbrechen für wahrscheinlicher.

Am 3. August 2016 wurde der Fall Doris Mönninghoff dann auch bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausgestrahlt. Daraufhin gingen auch einige Hinweise ein. Leider war aber nicht herauszufinden, wie die Ermittlungen weiter verliefen.

Der Lebensgefährte von Doris wurde Jahre später dann wegen Körperverletzung mit Todesfolge an seiner späteren Ehefrau verurteilt… Auch ob es noch einmal zu weiteren Ermittlungen in seine Richtung kam, ist mir leider nicht bekannt.

 

Keine Lust zu lesen? Hier das Video!

 

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